Schaufenster? Schreibfenster!

Diese Seite wird regelmäßig um neue Inhalte ergänzt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Änderungen, die an diesem Beitrag vorgenommen wurden:

DatumArt der ÄnderungWas wurde geändert
03.10.2017Neu hinzugefügt Im Unterpunkt „Montblanc“ wurde ein neuer Punkt „Stillleben by Montblanc“ aufgenommen. Ein Bildarrangement mit 3 schönen Montblanc-Füllfederhaltern.
07.10.2017 ErgänzungAufnahme einer Tabelle, die eine Historie der an dieser Seite vorgenommenen Änderungen dokumentiert.
Zusätzliches Bild für das Montblanc-Stillleben.
10.10.2017ErgänzungWeiteres Bild eines Kaweco AL Sport.
Weiteres Bild Delta Dolcevita Modelle.
18.11.2017 Neuer Eintrag Im Schreibfenster gibt es ein neues Kapitel für Füllfederhalter aus dem Hause Waldmann. Vorgestellt werden zwei Modelle aus der Produktreihe „Tango“.
26.11.2017Neuer EintragNeues Kapitel über Cleo Skribent.
Vorgestellt werden die Modelle Cleo Skribent Natura Birke und Cleo Skribent Ebonite.
18.12.2017ErgänzungFedertausch Waldmann Tango

Eine kleine Zusammenstellung verschiedener Füllfederhalter. Momentan beschränke ich mich auf die Präsentation der Bilder und eine kleine Erläuterung der gezeigten Modelle, eine detaillierte Vorstellung ist aber in Planung.

Hinweis: Ein Klick auf die Bilder zeigt eine vergrößerte Darstellung.

Ancora

Ancora ist ein alter, aber relativ unbekannter Hersteller von Füllfederhaltern und hat seine Wurzeln, wie der Name schon andeutet, in Italien.

Ancora wurde 1919 in Sesto Calende gegründet (Bzgl. des genauen Gründungsdatums gibt es mehrere Varianten. Das Jahr 1919 wird aktuell auf der Webseite von Ancora aufgeführt). Die Stadt liegt am Fuße des Lago Maggiore. Wer nun hinter Ancora einen „Billiganbieter“ vermutet, der liegt ziemlich daneben. Ancora war durchaus in Regionen angesiedelt, die heute von Montblanc, Pelikan, Graf von Faber-Castell etc. besetzt sind.

Als Logo der Marke wird ein Anker verwendet, naheliegend, da „Ancora“ das italienische Wort für „Anker“ ist (passt daher perfekt zu meinen maritimen Wurzeln).

     

Das hier gezeigte Modell ist ein Füllfederhalter aus den 1940er Jahren. Das Füllsystem erfolgt über einen Hebelmechnismus und einem Tintensack. Der Tintenleiter ist aus Ebonit.

     

Die Feder ist eine Goldfeder aus 585er Gold. Die ursprüngliche Federbreite war vielleicht ein „M“, durch meinen Schliff hat sich aber eine B-Feder ergeben.

     

Obwohl der Clip der Kappe kein „Rädchen“ am Ende besitzt, wie es das Markenzeichen vieler italienischer Füllfederhalter ist, so überzeugt der Clip dennoch durch seine schöne und dezente Gestaltung.

Die Größe des Ancora ist vergleichbar mit einem Montblanc Meisterstück 146.

ASA

Von dem indischen Hersteller ASA haben sich zwei sehr verschiedene Modelle bei mir eingefunden. Der ASA Galactic ist ein Eyedropper-Füllfederhalter und Demonstrator. Der ASA Nauka ist ein Füllfederhalter aus Ebonit. Beide ASA-Modelle sind sehr voluminöse Füllfederhalter.

ASA Galactic

     

     

 

Eyedropper-Füllfederhalter halten die Tinte im Korpus. Für die Befüllung der Eyedropper wird die Sektion abgeschraubt und die Tinte mittels Pipette oder Spritze direkt eingefüllt.

Beide Modelle bieten, bedingt durch ihre Größe, ein enormes Tintenvolumen, so dass man sich über lange Zeit keine Gedanken über eine Neubefüllung machen muss.

ASA Nauka Ebonite

     

     

 

Die beiden Nauka-Modelle repräsentieren unterschiedliche Varianten der Nauka-Serie. Ein Modell ohne Clip und ein Modell mit Clip. Das Material des silberfarbenen Modells ist ein matt-schwarzes Ebonit, das eine ähnliche Haptik vermittelt wie das Makrolon des Lamy 2000.

Eine weitere Ähnlichkeit zum Lamy 2000 ist die fast nicht erkennbare Naht des Schraubverschlusses.

Obwohl auch die Nauka-Modelle als Eyedropper angeboten werden, so fiel hier die Wahl auf Konverter/Patronenbefüllung.

Abschließend noch ein Bild des Nauka mit blau-schwarzer Tinte von Montblanc und schwarzer Kalligraphie-Tinte von Allegro.

Cleo Skribent

Cleo Skribent ist die Marke der Cleo Schreibgeräte GmbH. Sitz des Unternehmens ist Bad Wilsnack (Brandenburg). Gegründet wurde Cleo im Jahre 1945 und hat zu DDR-Zeiten bereits Schreibgeräte und Tuschezeichengeräte hergestellt.
Nach der Wende wurde ein Neuanfang gestartet, wobei anfangs die Herstellung von Komponenten für renommierte Hersteller in den alten Bundesländern den Schwerpunkt bildete.
Es folgten Fortschritte in der Veredelung von Federn und Expertise in der Bearbeitung unterschiedlichen Materials, z.B. Holz und Ebonit.

Cleo Skribent Natura Birke & Cleo Skribent Ebonite

Ein erster Blick auf die beiden Cleo-Modelle.

Der Cleo Skribent Natura Birke hat einen Schaft und eine Kappe, die aus einem speziell behandelten und versiegelten Birkenholz besteht. Die Sektion ist aus Edelstahl gefertigt. Dieser Füllfederhalter wird mit Konverter oder Tintenpatrone betrieben.
Der Cleo Skribent Ebonite ist durchgängig aus Ebonit gefertigt. Die Besonderheit des Füllfederhalters ist die Formgebung, da hier der Korpus und die Kappe nicht rund, sondern achteckig ausgeführt sind. Das Modell ist ein Kolbenfüllfederhalter.

          

Bei den Cleo Skribent Modellen findet sich ein aufwändig gestalteter Clip an der Kappe. Den Abschluss bildet jeweils das Logo von Cleo Skribent..

     

     

Beide Füllfederhalter besitzen Goldfedern. Beim Cleo Skribent Natura Birke ist hier eine 18K Goldfeder der Breite M, beim Cleo Skribent Ebonite eine 14K Goldfeder der Breite B eingesetzt.

     

Die ursprünglichen Federn stammen aus dem Hause Peter Bock, Heidelberg, und werden durch Cleo durch weitere Bearbeitungsvorgänge zusätzlich veredelt.

     

Preislich liegen beide Füllfederhalter im oberen Preissegment, was sich aber durch die hohe Verarbeitungs-Qualität und das verwendete Material (Holz, Ebonit, Gold, platinierte Beschläge, Edelstahl) begründen lässt.

Aber nicht die vorgenannten Eigenschaften sollen bei einem Füllfederhalter begeistern, sondern Schreibverhalten und Haptik. Und da gehören beide Modelle zu den besten Füllfederhaltern, die ich bisher verwenden durfte.

Ein kleiner Nachsatz zu Cleo sei noch erlaubt: Cleo spielt bzgl. Produkte und Qualität in der höchsten „Liga“ mit. Wenn man sich vor Augen hält, dass Cleo in Bezug auf Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl (ca. 100 Mitarbeiter) fast Manufakturcharakter hat, dann ist diese Leistung aus meiner Sicht um so bemerkenswerter.
Dass man sich bei Cleo auf die Entwicklung und Herstellung erstklassiger und hochwertiger Schreibgeräte konzentriert und den Schwerpunkt nicht auf „Life-Style“ legt, gefällt mir.

Delta

Delta Israel 60

Ein kleiner Eindruck vom Delta Israel 60 und der ersten Befüllung mit einer Akkerman #8 Diep-Duinwaterblauw Tinte.

     

Ein bildschöner und hervorragend schreibender Füllfederhalter mit einer Hebelmechanik.

Delta Dolcevita

Impressionen von Modellen aus der Delta Dolcevita Reihe.

Graf von Faber-Castell

Der Anello von Graf von Faber-Castell ist hier das Modell mit einem Schaft aus Ebenholz und platinierten Ringen.

     

Der Anello kommt mit einer 18K Goldfeder und wird über Konverter/Patrone befüllt. Die gesamte Verarbeitung ist des Füllfederhalters ist hervorragend.

     

Eine Besonderheit ist die Beschaffenheit des Clips, der über ein Gelenk befestigt ist.

Kaweco

Der Name „Kaweco“ müsste eigentlich KaWeCo geschrieben werden, da er die Kurzform von Federhalter-Fabrik Koch, Weber & Co repräsentiert. Der ursprüngliche Firmensitz war Heidelberg (auch der Sitz von Lamy und ehemals ein Zentrum der deutschen Füllfederhalterindustrie).

Nach einigen Ab- und Aufstiegen wurden die Namensrechte von Gutberlet erworben und Kaweco ist nun in Nürnberg beheimatet.

Mittlerweile finden sich einige Kaweco-Modelle in meinem Besitz, die nachfolgend vorgestellt werden.

Kaweco Dia

     

Kaweco Sport (genauer Kaweco AL Sport)

     

     

Kaweco 579

     

     

Lamy

„Design. Made in Germany“ … dieser Slogan ziert die Innenseite der Verpackung eines Lamy 2000.

Lamy, in Heidelberg ansässig, ist ein Anbieter qualitativ hochwertiger Schreibgeräte, wobei Lamy auch ein besonderes Augenmerk auf das Design legt (und sich dabei der Mithilfe berühmter Designer bedient).

Lamy 2000

Der Lamy 2000 ist ein Design Klassiker. Der Füllfederhalter wurde 1966 vorgestellt und wirkt Dank seines zeitlosen und fast unveränderten Designs nicht veraltet. Gerade diese Eigenschaft macht gutes Design aus und Gerd A. Müller hat dieses perfekt umgesetzt.

     

Der Lamy 2000 wird als Modell aus gebürstetem Edelstahl und als Modell aus Makrolon (ein Polycarbonat) angeboten. Übrigens, es war das Modell aus Makrolon, das von Gerd A. Müller entworfen wurde. Der Lamy 2000 aus Edelstahl stammt nicht originär von Gerd A. Müller, sondern wurde dem ursprünglichen Modell nachempfunden.

     

Was beim Lamy 2000 verblüfft, ist die verdeckte Feder und das eigenwillig gestaltete Tintensichtfenster. Dieses Fenster ist allerdings nur beim Modell aus Makrolon vorhanden.

     

Der Lamy 2000, beide Modelle, sind Kolbenfüllfederhalter. Bei beiden Modellen zeigt sich, dass Lamy nicht nur ein Gespür für Design besitzt, sondern sich auch fertigungstechnisch auf höchstem Niveau bewegt.

     

Um einen Eindruck von der Zierlichkeit der verdeckten Feder zu vermitteln, ein Vergleich mit der Federrückseite eines Lamy Dialog 3 und der wuchtigen Feder eines Pelikan Souverän M1050.

     

Dialog 3

Der Lamy Dialog 3 ist ein futuristisch anmutender Füllfederhalter. Wie nicht anders zu erwarten, konnte Lamy auch für diesen Füllfederhalter einen bekannten Designer gewinnen, in diesem Fall zeichnet Franco Clivio für den Dialog 3 verantwortlich.

Nicht nur die Formgebung besticht beim Dialog 3, sondern auch bei diesem Modell zeigt sich die hohe fertigungstechnische Präzision.

     

Der eigentliche Clou des Lamy Dialog 3 ist aber der Verzicht auf eine Kappe. Stattdessen wurde ein raffinierter Mechanismus realisiert, der die Feder versenken und wieder ausfahren lässt. Um ein Austrocknen der Feder zu verhindern, wird in versenktem Zustand ein Verschluss vor die Feder gefahren.

Bei den ersten Dialog 3 Modellen waren mitunter Probleme mit der Dichtigkeit des Verschlusses zu vermelden, die aber mittlerweile abgestellt wurden. Ein erstklassiger Lamy-Service sorgt dafür, dass frühere Dialog 3 Modelle entsprechend umgerüstet werden können.

 

     

Eine sehr gute 14K Goldfeder und ein ebenfalls ausgefallener Mechanismus des Clips runden das Bild dieses ungewöhnlichen Füllfederhalters ab.

     

Montblanc

Eigentlich war dieser Bereich dem Heritage 1912 gewidmet. Aber Montblanc hat außer dem Heritage 1912 noch weitere schöne Schreibgeräte. Daher eine kleine Erweiterung …

Montblanc Heritage 1912

Montblanc Heritage 1912 … über diesen Füllfederhalter gibt es die Meinung, dass man außer diesem Füllfederhalter keinen anderen Füllfederhalter benötigen würde. Ob das stimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall präsentiert Montblanc mit dem Heritage 1912 einen außergewöhnlichen und schönen Füllfederhalter in einer Qualität, wie man sie von Montblanc erwartet.

Der einzige Wehmutstropfen ist der Preis …

Der Heritage 1912 ist schlicht gehalten und wirkt dadurch elegant und zeitlos.

     

Anfangs war ich bzgl. des Logos ein wenig skeptisch, aber es sieht toll aus.

Das Schreibverhalten ist Spitzenklasse und die versenkbare Feder verleiht dem Heritage 1912 einen besonderen Reiz.

     

Montblanc Meisterstück 146

In noch jüngeren Jahren wurde von mir der Füllfederhalter dem Schreiben mit Kugelschreiber, Rollerball oder anderen Schreibgeräten geopfert.

Ein Füllfederhalter ist antiquiert, altmodisch, unpraktisch usw. … zumindest gab es eine Zeit, in der ich so dachte.

Mit Abschluss des Studiums kam dann doch der Wunsch nach einem edlen Stück auf. Mittlerweile wurden schon wieder erste Versuche mit Füllfederhaltern gemacht, doch die damaligen Füllfederhalter von Lamy oder Parker wollten noch nicht die rechte Lust am Füllfederhalter erwachen lassen.

Aber ein Montblanc? Die Vergütung einer studentischen Hilfskraft war (zumindest damals) ziemlich gering und so fiel es nicht ganz leicht, einen 3-stelligen Betrag (1988 noch in DM) für einen Montblanc Meisterstück 146 auf den edlen Verkaufstresen von „Hans Rehn“ in Stuttgart zu legen. Zumal es dann nicht nur der Füllfederhalter, sondern das komplette Set, bestehend aus Füllfederhalter, Kugelschreiber und Drehbleistift sein musste.

Aber der Montblanc war rechtzeitig da, um damit meinen ersten Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Und auch nach diesem (für mich wichtigen) Ereignis, war der 146er ein treuer Begleiter. Mittlerweile „pausiert“ der Montblanc in der Vitrine, aber es ist nur ein Pause und kein Ruhestand.

Obwohl der Montblanc sich nicht mehr ganz im „mint“-Zustand befindet, so ist er doch ein Füllfederhalter für das ganze Leben.

     

Stillleben by Montblanc

Eine kleine und stimmungsvolle Zusammenstellung verschiedener Montblanc-Modelle (von links nach rechts):

Montblanc Meisterstück 146 (1988)

Montblanc Meisterstück 149 (1996)

Montblanc Heritage 1912 (2015)

     

Zudem sind auf dem Bild Tintenfässer von Montblanc (blau-schwarz) und Diamine (Presidential Blue) und der Schreibgeräteköcher Florenz, ebenfalls aus dem Hause Montblanc.

Stipula

Stipula Novecento … schon der Name ist Italien pur.

Der Stipula Novecento ist ein Ebonit-Füllfederhalter und ein echter Hingucker.

Der hier gezeigte Novecento ist als Kolbenfüllfederhalter gestaltet. Es gibt auch Novecento-Modelle, die mit einer Konverter/Patronen Füllmechanik angeboten werden.

     

Bei diesem Modell ist das Zusammenspiel aus Maserung und silberfarbenen Metallapplikationen perfekt umgesetzt. Die Maserung ist atemberaubend schön.

     

Die 18K-Goldfeder schreibt perfekt, zeigt sich aber bei längerer Nichtbenutzung gelegentlich ein wenig als Diva und muss zum Anschreiben „überredet“ werden. Aber wenn sie schreibt, dann eine herrliche Feder.

     

TWSBI

TWSBI aus Taiwan ist ein Anbieter von preiswerten, aber qualitativ hochwertigen Füllfederhaltern. Ein Schwerpunkt des Angebots von TSWBI sind Modelle mit einem transparenten Korpus, sog. Demonstrator-Füllfederhaltern.

Der Diamond 580 ist ein Füllfederhalter in Normalgröße und wird hier in den Ausführungen Rosegold und Silber präsentiert. Beide Füllfederhalter sind mit einer Stahlfeder der Breite B ausgestattet.

     

Der transparente Korpus erlaubt einen Einblick in den Aufbau eines typischen Kolbenfüllfederhalters und bietet neben der attraktiven Optik auch eine Darstellung darüber, wie ein Füllfederhalter funktioniert.

     

     

Den wahren Reiz offenbart ein Demonstrator aber dann, wenn er mit Tinte befüllt wurde.

     

Der Füllfederhalter erhält somit die Eigenschaft eines Chamäleons und ändert sein Erscheinungsbild in Abhängigkeit der momentan verwendeten Tintenfarbe. Ein besonderes Farbenspiel lässt sich dadurch erreichen, wenn mehrere Demonstrationen mit unterschiedlichen Tintenfarben befüllt werden.

     

Waldmann

In Abwandlung des Sprichworts „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, hier eine Interpretation nach Art des Hauses Waldmann, „Schreiben ist Silber …“.

     

Die beiden Modelle gehören zur Modellreihe „Tango“ und unterscheiden sich durch die Art der Guillochierung.

Unter Guillochierung versteht man das Anbringen von Guillochen auf Metall, wobei es sich bei Guillochen um Ornamente und Verzierungen handelt. Die Guillochierung wurde früher häufig für Feuerzeuge und Zigaretten-Etuis verwendet und finden mittlerweile ihre Anwendung u.a. für Ziffernblätter von Uhren oder bei Schreibgeräten.

Die Unterschiede der beiden Guillochierungen, Kornguillochierung und Linienguillochierung, sind auf den Bildern gut erkennbar.

     

     

Die vorgestellten Füllfederhalter sind aus 925-Sterlingsilber gefertigt und gehören mit einem Gewicht von ca. 40g (inkl. Verschlusskappe) eher zu den Vertretern schwerer Füllfederhalter.


Als Schreibfeder kommt eine Edelstahlfeder zum Einsatz, optional sind vergoldete Stahlfedern oder auch 18k-Bicolor-Goldfedern erhältlich.

Die Füllfederhalter aus der „Tango“-Familie werden über Tintenpatronen oder Konverter mit Tinte versorgt.

          

Beide Füllfederhalter zeigen die hohe handwerkliche Perfektion der Firma Waldmann. Die Jahrzehnte der Erfahrung in der Metallbearbeitung und Oberflächenbehandlung sind bis ins kleinste Detail erkennbar. Dass Waldmann im Umfeld der Gold- und Schmuckstadt Pforzheim seinen Firmensitz hat, zeigt, dass sich Waldmann der Traditionen alter Handwerkskunst bewusst ist.

… Nachtrag & Update

Stephen B.R.E Brown (SBREBROWN) zeichnete in einem seiner zahlreichen Videobeiträge ein Portrait des Waldmann Tango Füllfederhalters und erwähnte ausdrücklich die in seinem Modell montierte B-Feder aus Edelstahl.

Meine beiden Waldmann Modelle waren bislang jeweils mit einer M-Feder aus Edelstahl ausgestattet. Da die Preise für Ersatzfedern aus Edelstahl relativ moderat sind, wurden beide Modelle kurzerhand auf Stahlfedern der Breite B umgerüstet (eine 18K Goldfeder wäre zumindest theoretisch möglich gewesen, aber die Preise für die Goldfeder reichen bald an den Neupreis eines Tangos mit einer Stahlfeder heran).

Die Umrüstung ist problemlos, da sich Feder mitsamt Tintenleiter einfach herausschrauben lassen und die neue Feder auf umgekehrtem Wege wieder eingeschraubt wird.

          

Das Ergebnis hat sich auf alle Fälle gelohnt. Waren schon die M-Federn ziemlich gut, so sind die beiden B-Federn erstklassig. Weich, breit und ein sattes Tintenbild auf dem Papier.

Aus dem Reich der Mitte

Aus China gibt es eine ganze Reihe von Füllfederhaltern, die bzgl. Preis-Leistung wohl unerreicht bleiben.

Auch wenn sich Füllfederhalter-Puristen nur ungern mit diesen Modellen beschäftigen, so sind mitunter doch sehr alltagstaugliche und auch schöne Füllfederhalter chinesischer Herkunft erhältlich.

Die nachfolgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln und vielleicht auch ein wenig zur Würdigung dieser Hersteller beitragen.

Jinhao X750 und Duke

Beide Modelle sind einander sehr ähnlich. Der Jinhao X750 und der Duke sind beides schwere Füllfederhalter aus Metall, die mit einem schwarz-glänzenden Lack überzogen sind.

Als Füllsystem werden Konverter oder Patrone verwendet.

     

Jinhao 159

Der Jinhao 159 ist bereits schon einmal in dieser Webseite erwähnt, in einem direkten Vergleich zum Montblanc Meisterstück 149.

Obwohl Ähnlichkeiten zum Montblanc vorhanden sind, so werte ich den Jinhao 159 dennoch als eigenständiges Modell.

Er ist groß, schwer und wird über Konverter oder Patrone mit Tinte versorgt. Bzgl. der Qualität habe ich bei meinen 159ern bisher nur Varianzen in der Qualität der Feder feststellen können, die sich aber ggf. durch leichtes Nachschleifen mit feiner Körnung (8.000-12.000) beheben lassen.

     

Jinhao 650

Der Jinhao 650 ist bei mir als zweieiiger Zwilling vorhanden.

Der eine Zwilling weist einen Schaft aus Rosenholz auf, das andere Modell ist mit einem Schaft versehen, der Einlagen aus Perlmutt aufweist. Dieses Modell ist, zumindest aus meiner Sicht, der schönere Zwilling. Je nach Lichteinfall ergeben sich unterschiedliche, irisierende Farbspiele und geben diesem Modell einen eigenen Reiz.

     

 

… und ein kleiner Sound …